Gestern haben wir das Projekt verlassen und uns von den Mitarbeitern und den Kindern verabschiedet. Wir koennen noch gar nicht fassen, wie schnell die letzten Monate vergangen sind und dass unser Freiwilligendienst jetzt vorbei ist!
Zum Abschied haben wir einen Ausflug mit den Kindern und den Mitarbeitern von Pudu Udayam in die Berge nach Kodaikanal gemacht.
Die dreistuendige Busfahrt bergauf war fuer die Kinder und uns sehr aufregend. In Kodaikanal haben wir uns dann in einem Park ausgeruht und Spiele, wie "der Fuchs geht um" gespielt. Danach sind wir mit Paddelbooten und einem Eis in der Hand ueber den See gefahren.
Die Kinder werden uns in Deutschland sicherlich am Meisten fehlen!
Zusammen mit den Mitarbeitern haben sie eine Abschiedsfeier mit Gesang, Tanz und Gedichten fuer uns gestaltet. Uns ist dabei einmal wieder aufgefallen, wie froehlich, ausgelassen und leicht zu beigeistern unsere Kinder doch sind. Besonders das werden wir sehr vermissen.
Die letzten sechs Monate waren eine unglaublich wertvolle Erfahrung und eine sehr schoene Zeit, an die wir uns immer gerne erinnern werden.
Heute werden sich auch erstmal die Wege von uns beiden trennen:
Laura Frey fliegt zu Freunden nach Thailand, um danach mit ihren Eltern fuer vier Wochen durch Indien zu reisen.
Laura Seefeldt fliegt am Freitag zurueck nach Deutschland, um dann im April mit dem Studium zu beginnen.
Die gemeinsame Zeit in Indien mit allen ihren Hoehen und Tiefen, in der wir 24 Stunden am Tag gemeinsam verbracht haben, hat uns eng zusammengeschweisst, sodass es nun sehr seltsam ist, sich zu trennen.
Zum Schluss moechten wir uns bei den fleissigen Lesern dieser Seite fuer ihr Interesse bedanken. Unseren Eltern, Freunden, Lehrern, unserem Foerderkreis und Frau Tietz danken wir ganz besonders fuer ihre Unterstuetzung!
Liebe Gruesse und bis bald in Deutschland!
Laura und Laura
Dienstag, 24. Februar 2009
Donnerstag, 25. Dezember 2008
Frohe Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr
Unsere intensive Arbeit mit unsere Klasse hat sich gelohnt! Diesen Sonntag wurden alle Kinder von Pudu Udhayam auf das Erreichen ihrer Unterrichtsziele ueberprueft. Stolz koennen wir verkuenden, dass von unseren sieben Schuelern sechs alle ihre Ziele bestanden haben.
Schon morgens waren die Kinder augeregt und die Nervositaet stieg als die Prueferin aus Madurai ankam. Jedoch stellt sich heraus, dass die Prueferin sehr freundlich war und ueber kleinere Unsicherheiten hinwegsah. Zur Belohnung gab es hinterher die Lieblingskekse der Kinder!
Uns freut nicht nur das Ergebnis sondern vor allem, dass wir nach der kurzen Zeit, die wir mit den Kindern verbracht haben, schon so grosse Fortschritte sehen koennen. Dies motiviert uns sehr und wir sind gespannt auf die neuen Ziele der Kinder!
Liebe Gruesse
Laura und Laura
Schon morgens waren die Kinder augeregt und die Nervositaet stieg als die Prueferin aus Madurai ankam. Jedoch stellt sich heraus, dass die Prueferin sehr freundlich war und ueber kleinere Unsicherheiten hinwegsah. Zur Belohnung gab es hinterher die Lieblingskekse der Kinder!
Uns freut nicht nur das Ergebnis sondern vor allem, dass wir nach der kurzen Zeit, die wir mit den Kindern verbracht haben, schon so grosse Fortschritte sehen koennen. Dies motiviert uns sehr und wir sind gespannt auf die neuen Ziele der Kinder!
Liebe Gruesse
Laura und Laura
Mittwoch, 17. Dezember 2008
Case Study Joseph
Hallo!
Das ist ein Bericht ueber die Lebensgeschichte von Joseph aus Pudu Udhayam, den wir fuer die KKS verfasst haben. Viel Spass beim Lesen!
Laura und Laura
Wenn man die Sonderschule von Pudu Udayam betritt, hoert man Joseph ueber die Stimmen der anderen Kinder hinweg lauthals “January, February, March…” rufen.
Die zwoelf Monate auf Englisch zu lernen, ist eins seiner vier Unterrichtsziele, die er momentan zusammen mit seiner Lehrerin Marilyn uebt. Umringt von den anderen Kindern, wuerde man nicht vermuten, dass Joseph der Grund ist, warum es Pudu Udayam gibt.
Mit drei Jahren wurde er von seinen Grosseltern, die behaupteten, ihn auf der Treppe einer Kirche in Periyakulam gefunden zu haben, im St. Joseph’s Development Trust (SJDT) abgegeben. Josephs Zustand war so schlecht, dass ungewiss war, ob er die folgenden Wochen ueberleben wuerde. Er war an Polio erkrankt, sein Arm und seine Beine dadurch behindert, schwach und unterernaehrt. Vermutlich versteckten seine Grosseltern deswegen ihre wahre Identitaet, da sie ihn nicht laenger versorgen konnten. Wo seiner Eltern waren oder was mit ihnen passiert war, wusste man nicht.
Als Joseph vor elf Jahren aufgenommen wurde, bestand SJDT lediglich aus “Boy’s Village”, einem Waisenhaus fuer Jungen, das an den Konvent der “De-La-Salle-Brueder” angeschlossen war. Da Joseph mehr Aufmerksamkeit als die anderen Jungen brauchte, wurde er zusammen mit ein paar Waisenmaedchen von zwei Betreuerinnen im Konvent grossgezogen – gemeinsam bildeten sie eine kleine Familie. Im Laufe der naechsten vier Jahre kamen immer mehr Maedchen und behinderte Kinder hinzu, sodass im Jahr 2000 “Girl’s Village – Pudu Vasantham” gegruendet wurde. Bis zur Eroeffnung von “Pudu Udayam” 2003 wohnten die behinderten Kinder in einem kleinen Haus auf dem Campus von Pudu Vasantham. Heute ist Pudu Udayam das Zuhause und eine Schule fuer 50 geistig und koerperlich behinderte Kinder.
Die Betreuerinnen von damals koennen kaum glauben, wie gut sich Joseph entwickelt hat. Bis vor zwei Jahren konnte er weder laufen, noch richtig sprechen. Dank der intensiven Physiotherapie und des Unterrichts in der Sonderschule, kann er mittlwerweile kuerzere Strecken zuruecklegen und immer besser sprechen. Auch seine geistige Behinderung bekommt er immer besser in den Griff, sodas er bald Schreiben und Lesen lernen wird. Ganz sind die Spuren der Polioerkrankung jedoch noch nicht verschwunden: Im Vergleich zu anderen Kindern seines Alters wirkt er aeusserlich eher wie ein Siebenjaehriger und nicht wie ein Fuenfzaehnjaehriger. In Pudu Udayam hat Joseph ein Zuhause und viele Freunde gefunden und fuer die Gruender und Mitarbeiter des SJDT wird er immer etwas Besonderes bleiben.
Letzte Woche wurde entschieden, dass Joseph sich naechstes Jahr einer grossen Operation unterziehen muss, die ihm ein problemloses Laufen ermoeglichen soll. Die Operation koennte ihm dann ganz neue Perspektiven fuer seine Zukunft geben: Es waere moeglich, dass er als Fahrer einer Autorikscha oder als Mitarbeiter des SJDT arbeiten wuerde.
Bis dahin ist es allerdings noch ein langer und muehsamer Weg. Erstmal muss er weiter seine vier Ziele ueben, um die Pruefung kurz vor Weihnachten zu bestehen. In der Sonderschule von Pudu Udayam wird man ihn also noch laenger “January, February, March…” rufen hoeren.
Das ist ein Bericht ueber die Lebensgeschichte von Joseph aus Pudu Udhayam, den wir fuer die KKS verfasst haben. Viel Spass beim Lesen!
Laura und Laura
Wenn man die Sonderschule von Pudu Udayam betritt, hoert man Joseph ueber die Stimmen der anderen Kinder hinweg lauthals “January, February, March…” rufen.
Die zwoelf Monate auf Englisch zu lernen, ist eins seiner vier Unterrichtsziele, die er momentan zusammen mit seiner Lehrerin Marilyn uebt. Umringt von den anderen Kindern, wuerde man nicht vermuten, dass Joseph der Grund ist, warum es Pudu Udayam gibt.
Mit drei Jahren wurde er von seinen Grosseltern, die behaupteten, ihn auf der Treppe einer Kirche in Periyakulam gefunden zu haben, im St. Joseph’s Development Trust (SJDT) abgegeben. Josephs Zustand war so schlecht, dass ungewiss war, ob er die folgenden Wochen ueberleben wuerde. Er war an Polio erkrankt, sein Arm und seine Beine dadurch behindert, schwach und unterernaehrt. Vermutlich versteckten seine Grosseltern deswegen ihre wahre Identitaet, da sie ihn nicht laenger versorgen konnten. Wo seiner Eltern waren oder was mit ihnen passiert war, wusste man nicht.
Als Joseph vor elf Jahren aufgenommen wurde, bestand SJDT lediglich aus “Boy’s Village”, einem Waisenhaus fuer Jungen, das an den Konvent der “De-La-Salle-Brueder” angeschlossen war. Da Joseph mehr Aufmerksamkeit als die anderen Jungen brauchte, wurde er zusammen mit ein paar Waisenmaedchen von zwei Betreuerinnen im Konvent grossgezogen – gemeinsam bildeten sie eine kleine Familie. Im Laufe der naechsten vier Jahre kamen immer mehr Maedchen und behinderte Kinder hinzu, sodass im Jahr 2000 “Girl’s Village – Pudu Vasantham” gegruendet wurde. Bis zur Eroeffnung von “Pudu Udayam” 2003 wohnten die behinderten Kinder in einem kleinen Haus auf dem Campus von Pudu Vasantham. Heute ist Pudu Udayam das Zuhause und eine Schule fuer 50 geistig und koerperlich behinderte Kinder.
Die Betreuerinnen von damals koennen kaum glauben, wie gut sich Joseph entwickelt hat. Bis vor zwei Jahren konnte er weder laufen, noch richtig sprechen. Dank der intensiven Physiotherapie und des Unterrichts in der Sonderschule, kann er mittlwerweile kuerzere Strecken zuruecklegen und immer besser sprechen. Auch seine geistige Behinderung bekommt er immer besser in den Griff, sodas er bald Schreiben und Lesen lernen wird. Ganz sind die Spuren der Polioerkrankung jedoch noch nicht verschwunden: Im Vergleich zu anderen Kindern seines Alters wirkt er aeusserlich eher wie ein Siebenjaehriger und nicht wie ein Fuenfzaehnjaehriger. In Pudu Udayam hat Joseph ein Zuhause und viele Freunde gefunden und fuer die Gruender und Mitarbeiter des SJDT wird er immer etwas Besonderes bleiben.
Letzte Woche wurde entschieden, dass Joseph sich naechstes Jahr einer grossen Operation unterziehen muss, die ihm ein problemloses Laufen ermoeglichen soll. Die Operation koennte ihm dann ganz neue Perspektiven fuer seine Zukunft geben: Es waere moeglich, dass er als Fahrer einer Autorikscha oder als Mitarbeiter des SJDT arbeiten wuerde.
Bis dahin ist es allerdings noch ein langer und muehsamer Weg. Erstmal muss er weiter seine vier Ziele ueben, um die Pruefung kurz vor Weihnachten zu bestehen. In der Sonderschule von Pudu Udayam wird man ihn also noch laenger “January, February, March…” rufen hoeren.
Mittwoch, 10. Dezember 2008
Vanakam!
Hier ein paar Fotos zu unserem Arbeitsalltag:
Liebe Gruesse aus Batalagundu
Laura und Laura
Hier ein paar Fotos zu unserem Arbeitsalltag:
![]() |
| Fotos zum Tagesablauf |
Liebe Gruesse aus Batalagundu
Laura und Laura
Mittwoch, 12. November 2008
Ein Lebenszeichen aus dem fernen Palapatti!
Kaum vorstellbar, dass unser letzter Blogbericht schon 5 Wochen her ist – die Zeit vergeht hier wirklich wie im Flug! Nachdem wir im letzten Eintrag nur andeutungsweise von unserem Tagesablauf berichtet haben, wollen wir euch nun einen tieferen Einblick geben:
Wenn in Palapatti, dem nahgelegenen Dorf, morgens um 5Uhr die indischen Charts aus gefuehlten zehn Lautsprechern ertoenen, ist an Schlafen nicht mehr zu denken. Wir konnten bis jetzt noch nicht herausfinden, was es mit der Musik auf sich hat, aber wir vermuten, dass es sich um eine Art Radioersatz fuer die Dorfbewohner handelt, da sich kaum jemand ein eigenes Radio leisten kann und 5Uhr die normale Aufsteh-Zeit der Inder ist.
Auch unsere gewohnte Aufsteh-Zeit hat sich drastisch nach vorne verlegt. Um 5.45Uhr klingelt unser Wecker und gegen 6Uhr gehen wir von Pudu Vasantham, der Siedlung der Maedchen, zu Pudu Uthayam, der Siedlung der behinderten Kinder. Dort werden wir schon freudig von den Kindern erwartet, die um 6Uhr aufstehen um den Hof zu kehren. Kaum sind wir in Sichtweite stuerzt sich Brienga (ihr koennt im letzten Album ein Foto von ihr sehen) mit einem lauten Schrei “Aunti, Aunti!!” auf uns. Waehrend wir gemuetlich unseren Kaffee trinken und die Kinder beim Kehren beaufsichtigen, gesellen sich nach und nach ein paar Kinder zu uns. Besonders Malliga (s.letztes Album) hebt mit ihrer unbeschreiblich guten Laune, die sie des Oefteren zu einem kleinen Taenzchen verleitet, morgens auch unsere Stimmung.
Als naechstes helfen wir den Kindern beim Waschen und Anziehen – schon alleine ueber den Spass den die Kinder morgens beim Waschen haben, koennten wir einen ganzen Bericht schreiben! Danach haben wir Zeit fuer ein ausgiebiges Fruehstueck bei Lakshmi, unserer Koechin, die uns mit allerlei indischer Leckereien verkoestigt.
Um 9.30Uhr beginnt die Schule nach einem morgendlichen Gebet. Unsere 8 Schueler sitzen dann meist schon erwartungsvoll vor unserem Klassenzimmer. Von dieser Motivation sind wir immer wieder beeindruckt! Bis 16Uhr dauert der offizielle Schultag. Jeweils eine Stunde am Vor- bzw. Nachmittag sind fuer die individuelle Foerderung der Kinder vorgesehen. Jedes Kind hat vier Ziele (z.B. Groessen unterscheiden oder Hemd anziehen), die wir in dieser Zeit mit ihnen trainieren. Auch Spiel, Spass und Yoga ist in den restlichen Schulalltag miteingebunden, um die sozialen Kompetenzen der Kinder zu foerdern. Ausserdem ist eine Stunde am Tag fuer das “Vocational Training”vorgesehen. Das Training ist dazu da, um den aelteren Schuelern Faehigkeiten zu vermitteln, die es ihnen ermoeglichen einen Beruf auszueben.
Obwohl die Kinder nur Tamil verstehen und wir nur einzelne Woerter auf Tamil koennen, klappt die Verstaendigung und der Unterricht erstaunlich gut. Trotzdem fuehlen wir uns manchmal wie im Affenhaus und um 16Uhr sind wir totmuede!
Wir koennen nicht verleugnen, dass wir total von den Kindern begeistert sind und die Arbeit mit ihnen sehr interessant ist und super viel Spass macht!
Demnaechst werden wir euch noch detaillierter von unseren Schuelern und den anderen Kindern von Pudu Uthayam berichten.
Trotz der Tatsache, dass wir fest in den Alltag der Kinder eingebunden sind, hatten wir im letzten Monat die Moeglichkeit waehrend des Diwali-Fests die indische Kultur etwas naeher kennenzulernen und bei einem Ausflug nach Tranquebar zur Eroeffnung eines neuen Projekts des SJDTs ein wenig von Indien zu sehen.
Diwali, einer der wichtigsten Feiertage Indiens, haben wir in einer Gastfamilie verbracht. Es war eine spannende Erfahrung fuer uns, weil unsere Gastfamilie in sehr einfachen Verhaeltnissen gelebt hat und z.B. nicht einmal eine Toilette hatte! Die Gastfreundschaft und die Bereitschaft mit uns zu teilen, hat uns besonders beeindruckt, vorallem da der Familie selbst wenig Mittel zur Verfuegung stehen. Nach zwei Tagen verliessen wir die Familie gluecklich mit einem Bauch voller Suessigkeiten, mit Henna bemalten Haenden (s.Album), neuen Eindruecken ueber das Leben in einem indischen Dorf und vielen neuen Freunden.
Das wars von uns, wir melden uns bald wieder!
Laura und Laura
Kaum vorstellbar, dass unser letzter Blogbericht schon 5 Wochen her ist – die Zeit vergeht hier wirklich wie im Flug! Nachdem wir im letzten Eintrag nur andeutungsweise von unserem Tagesablauf berichtet haben, wollen wir euch nun einen tieferen Einblick geben:
Wenn in Palapatti, dem nahgelegenen Dorf, morgens um 5Uhr die indischen Charts aus gefuehlten zehn Lautsprechern ertoenen, ist an Schlafen nicht mehr zu denken. Wir konnten bis jetzt noch nicht herausfinden, was es mit der Musik auf sich hat, aber wir vermuten, dass es sich um eine Art Radioersatz fuer die Dorfbewohner handelt, da sich kaum jemand ein eigenes Radio leisten kann und 5Uhr die normale Aufsteh-Zeit der Inder ist.
Auch unsere gewohnte Aufsteh-Zeit hat sich drastisch nach vorne verlegt. Um 5.45Uhr klingelt unser Wecker und gegen 6Uhr gehen wir von Pudu Vasantham, der Siedlung der Maedchen, zu Pudu Uthayam, der Siedlung der behinderten Kinder. Dort werden wir schon freudig von den Kindern erwartet, die um 6Uhr aufstehen um den Hof zu kehren. Kaum sind wir in Sichtweite stuerzt sich Brienga (ihr koennt im letzten Album ein Foto von ihr sehen) mit einem lauten Schrei “Aunti, Aunti!!” auf uns. Waehrend wir gemuetlich unseren Kaffee trinken und die Kinder beim Kehren beaufsichtigen, gesellen sich nach und nach ein paar Kinder zu uns. Besonders Malliga (s.letztes Album) hebt mit ihrer unbeschreiblich guten Laune, die sie des Oefteren zu einem kleinen Taenzchen verleitet, morgens auch unsere Stimmung.
Als naechstes helfen wir den Kindern beim Waschen und Anziehen – schon alleine ueber den Spass den die Kinder morgens beim Waschen haben, koennten wir einen ganzen Bericht schreiben! Danach haben wir Zeit fuer ein ausgiebiges Fruehstueck bei Lakshmi, unserer Koechin, die uns mit allerlei indischer Leckereien verkoestigt.
Um 9.30Uhr beginnt die Schule nach einem morgendlichen Gebet. Unsere 8 Schueler sitzen dann meist schon erwartungsvoll vor unserem Klassenzimmer. Von dieser Motivation sind wir immer wieder beeindruckt! Bis 16Uhr dauert der offizielle Schultag. Jeweils eine Stunde am Vor- bzw. Nachmittag sind fuer die individuelle Foerderung der Kinder vorgesehen. Jedes Kind hat vier Ziele (z.B. Groessen unterscheiden oder Hemd anziehen), die wir in dieser Zeit mit ihnen trainieren. Auch Spiel, Spass und Yoga ist in den restlichen Schulalltag miteingebunden, um die sozialen Kompetenzen der Kinder zu foerdern. Ausserdem ist eine Stunde am Tag fuer das “Vocational Training”vorgesehen. Das Training ist dazu da, um den aelteren Schuelern Faehigkeiten zu vermitteln, die es ihnen ermoeglichen einen Beruf auszueben.
Obwohl die Kinder nur Tamil verstehen und wir nur einzelne Woerter auf Tamil koennen, klappt die Verstaendigung und der Unterricht erstaunlich gut. Trotzdem fuehlen wir uns manchmal wie im Affenhaus und um 16Uhr sind wir totmuede!
Wir koennen nicht verleugnen, dass wir total von den Kindern begeistert sind und die Arbeit mit ihnen sehr interessant ist und super viel Spass macht!
Demnaechst werden wir euch noch detaillierter von unseren Schuelern und den anderen Kindern von Pudu Uthayam berichten.
Trotz der Tatsache, dass wir fest in den Alltag der Kinder eingebunden sind, hatten wir im letzten Monat die Moeglichkeit waehrend des Diwali-Fests die indische Kultur etwas naeher kennenzulernen und bei einem Ausflug nach Tranquebar zur Eroeffnung eines neuen Projekts des SJDTs ein wenig von Indien zu sehen.
Diwali, einer der wichtigsten Feiertage Indiens, haben wir in einer Gastfamilie verbracht. Es war eine spannende Erfahrung fuer uns, weil unsere Gastfamilie in sehr einfachen Verhaeltnissen gelebt hat und z.B. nicht einmal eine Toilette hatte! Die Gastfreundschaft und die Bereitschaft mit uns zu teilen, hat uns besonders beeindruckt, vorallem da der Familie selbst wenig Mittel zur Verfuegung stehen. Nach zwei Tagen verliessen wir die Familie gluecklich mit einem Bauch voller Suessigkeiten, mit Henna bemalten Haenden (s.Album), neuen Eindruecken ueber das Leben in einem indischen Dorf und vielen neuen Freunden.
Das wars von uns, wir melden uns bald wieder!
Laura und Laura
Donnerstag, 30. Oktober 2008
Hallo!
In diesem Album findet ihr ein paar Bilder der Kinder des St.Joseph's Development Trusts.
Liebe Gruesse
Laura und Laura
In diesem Album findet ihr ein paar Bilder der Kinder des St.Joseph's Development Trusts.
![]() |
| Kinder des St.Joseph's Development Trust |
Liebe Gruesse
Laura und Laura
Donnerstag, 9. Oktober 2008
Vannakam!
...das heisst auf Tamil "Hallo". Wir sind jetzt naemlich in dem Staat Tamil Nadu und nicht mehr in der Brueckenschule in Karnataka. Unser Visum wurde in Karnataka leider nicht anerkannt und somit durften wir dort nicht laenger bleiben. Dies bedeutete auch, dass wir VIKASANA verlassen und uns von den Mitarbeitern und den Kindern verabschieden mussten, die uns in der kurzen Zeit sehr ans Herz gewachsen sind.
Jetzt sind wir in einem Projekt in Tamil Nadu, dass zum St. Joseph's Development Trust (www.sjdt.in) gehoert. Diese NGO wurde von Bruder Sebastian ins Leben gerufen und wird heute noch von ihm geleitet. Mittlerweile ist die NGO sehr gross und in vielen Bereichen, wie z.B. der Hilfe von Tsunami-Opfern, Unterstuetzung von Frauen durch Self-Help-Groups und der Aufnahme von Waisenkindern taetig.
In unserem Projekt leben 100 Maedchen, davon viele Waisen, und 45 behinderte Kinder, wodurch eigentlich zwei Projekte auf einem Gelaende sind. Wir leben in der Siedluung der Maedchen, jedoch sind diese von morgens 8Uhr bis abends 17Uhr in der Schule. Fuer die behidnerten Kinder wurde auf dem Campus eine Art Sonderschule errichtet, in der sie individuell gefoerdert werden koennen. Von 10-16 Uhr lernen sie in kleinen Gruppen von sieben Schuelern unter Anderem zaehlen, Farben und Formen zu unterscheiden und alltaegliche Dinge, wie das Oeffnen von Tueren. Unsere Aufgabe wird es sein, solch eine Kleingruppe zu uebernhemen und ihnen diese Dinge beizubringen.
Obwohl wir es sehr bedauern, nicht mehr bei VIKASANA sein zu koennen, sind wir froh, endlich Gewissheit darueber zu haben, was wir in den naechsten 5 Monaten machen werden. In unserem neuen Projekt fuehlen wir uns shcon jetzt sehr wohl und sind uns sicher, hier eine interessante und schoene Zeit verbringen zu werden.
Liebe Gruesse aus Batlagundu
Laura+Laura
...das heisst auf Tamil "Hallo". Wir sind jetzt naemlich in dem Staat Tamil Nadu und nicht mehr in der Brueckenschule in Karnataka. Unser Visum wurde in Karnataka leider nicht anerkannt und somit durften wir dort nicht laenger bleiben. Dies bedeutete auch, dass wir VIKASANA verlassen und uns von den Mitarbeitern und den Kindern verabschieden mussten, die uns in der kurzen Zeit sehr ans Herz gewachsen sind.
Jetzt sind wir in einem Projekt in Tamil Nadu, dass zum St. Joseph's Development Trust (www.sjdt.in) gehoert. Diese NGO wurde von Bruder Sebastian ins Leben gerufen und wird heute noch von ihm geleitet. Mittlerweile ist die NGO sehr gross und in vielen Bereichen, wie z.B. der Hilfe von Tsunami-Opfern, Unterstuetzung von Frauen durch Self-Help-Groups und der Aufnahme von Waisenkindern taetig.
In unserem Projekt leben 100 Maedchen, davon viele Waisen, und 45 behinderte Kinder, wodurch eigentlich zwei Projekte auf einem Gelaende sind. Wir leben in der Siedluung der Maedchen, jedoch sind diese von morgens 8Uhr bis abends 17Uhr in der Schule. Fuer die behidnerten Kinder wurde auf dem Campus eine Art Sonderschule errichtet, in der sie individuell gefoerdert werden koennen. Von 10-16 Uhr lernen sie in kleinen Gruppen von sieben Schuelern unter Anderem zaehlen, Farben und Formen zu unterscheiden und alltaegliche Dinge, wie das Oeffnen von Tueren. Unsere Aufgabe wird es sein, solch eine Kleingruppe zu uebernhemen und ihnen diese Dinge beizubringen.
Obwohl wir es sehr bedauern, nicht mehr bei VIKASANA sein zu koennen, sind wir froh, endlich Gewissheit darueber zu haben, was wir in den naechsten 5 Monaten machen werden. In unserem neuen Projekt fuehlen wir uns shcon jetzt sehr wohl und sind uns sicher, hier eine interessante und schoene Zeit verbringen zu werden.
Liebe Gruesse aus Batlagundu
Laura+Laura
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