Donnerstag, 25. Dezember 2008

Frohe Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr

Unsere intensive Arbeit mit unsere Klasse hat sich gelohnt! Diesen Sonntag wurden alle Kinder von Pudu Udhayam auf das Erreichen ihrer Unterrichtsziele ueberprueft. Stolz koennen wir verkuenden, dass von unseren sieben Schuelern sechs alle ihre Ziele bestanden haben.

Schon morgens waren die Kinder augeregt und die Nervositaet stieg als die Prueferin aus Madurai ankam. Jedoch stellt sich heraus, dass die Prueferin sehr freundlich war und ueber kleinere Unsicherheiten hinwegsah. Zur Belohnung gab es hinterher die Lieblingskekse der Kinder!

Uns freut nicht nur das Ergebnis sondern vor allem, dass wir nach der kurzen Zeit, die wir mit den Kindern verbracht haben, schon so grosse Fortschritte sehen koennen. Dies motiviert uns sehr und wir sind gespannt auf die neuen Ziele der Kinder!

Liebe Gruesse
Laura und Laura

Mittwoch, 17. Dezember 2008

Case Study Joseph

Hallo!

Das ist ein Bericht ueber die Lebensgeschichte von Joseph aus Pudu Udhayam, den wir fuer die KKS verfasst haben. Viel Spass beim Lesen!

Laura und Laura


Wenn man die Sonderschule von Pudu Udayam betritt, hoert man Joseph ueber die Stimmen der anderen Kinder hinweg lauthals “January, February, March…” rufen.
Die zwoelf Monate auf Englisch zu lernen, ist eins seiner vier Unterrichtsziele, die er momentan zusammen mit seiner Lehrerin Marilyn uebt. Umringt von den anderen Kindern, wuerde man nicht vermuten, dass Joseph der Grund ist, warum es Pudu Udayam gibt.

Mit drei Jahren wurde er von seinen Grosseltern, die behaupteten, ihn auf der Treppe einer Kirche in Periyakulam gefunden zu haben, im St. Joseph’s Development Trust (SJDT) abgegeben. Josephs Zustand war so schlecht, dass ungewiss war, ob er die folgenden Wochen ueberleben wuerde. Er war an Polio erkrankt, sein Arm und seine Beine dadurch behindert, schwach und unterernaehrt. Vermutlich versteckten seine Grosseltern deswegen ihre wahre Identitaet, da sie ihn nicht laenger versorgen konnten. Wo seiner Eltern waren oder was mit ihnen passiert war, wusste man nicht.

Als Joseph vor elf Jahren aufgenommen wurde, bestand SJDT lediglich aus “Boy’s Village”, einem Waisenhaus fuer Jungen, das an den Konvent der “De-La-Salle-Brueder” angeschlossen war. Da Joseph mehr Aufmerksamkeit als die anderen Jungen brauchte, wurde er zusammen mit ein paar Waisenmaedchen von zwei Betreuerinnen im Konvent grossgezogen – gemeinsam bildeten sie eine kleine Familie. Im Laufe der naechsten vier Jahre kamen immer mehr Maedchen und behinderte Kinder hinzu, sodass im Jahr 2000 “Girl’s Village – Pudu Vasantham” gegruendet wurde. Bis zur Eroeffnung von “Pudu Udayam” 2003 wohnten die behinderten Kinder in einem kleinen Haus auf dem Campus von Pudu Vasantham. Heute ist Pudu Udayam das Zuhause und eine Schule fuer 50 geistig und koerperlich behinderte Kinder.

Die Betreuerinnen von damals koennen kaum glauben, wie gut sich Joseph entwickelt hat. Bis vor zwei Jahren konnte er weder laufen, noch richtig sprechen. Dank der intensiven Physiotherapie und des Unterrichts in der Sonderschule, kann er mittlwerweile kuerzere Strecken zuruecklegen und immer besser sprechen. Auch seine geistige Behinderung bekommt er immer besser in den Griff, sodas er bald Schreiben und Lesen lernen wird. Ganz sind die Spuren der Polioerkrankung jedoch noch nicht verschwunden: Im Vergleich zu anderen Kindern seines Alters wirkt er aeusserlich eher wie ein Siebenjaehriger und nicht wie ein Fuenfzaehnjaehriger. In Pudu Udayam hat Joseph ein Zuhause und viele Freunde gefunden und fuer die Gruender und Mitarbeiter des SJDT wird er immer etwas Besonderes bleiben.


Letzte Woche wurde entschieden, dass Joseph sich naechstes Jahr einer grossen Operation unterziehen muss, die ihm ein problemloses Laufen ermoeglichen soll. Die Operation koennte ihm dann ganz neue Perspektiven fuer seine Zukunft geben: Es waere moeglich, dass er als Fahrer einer Autorikscha oder als Mitarbeiter des SJDT arbeiten wuerde.

Bis dahin ist es allerdings noch ein langer und muehsamer Weg. Erstmal muss er weiter seine vier Ziele ueben, um die Pruefung kurz vor Weihnachten zu bestehen. In der Sonderschule von Pudu Udayam wird man ihn also noch laenger “January, February, March…” rufen hoeren.

Mittwoch, 10. Dezember 2008

Vanakam!

Hier ein paar Fotos zu unserem Arbeitsalltag:

Fotos zum Tagesablauf


Liebe Gruesse aus Batalagundu
Laura und Laura

Mittwoch, 12. November 2008

Ein Lebenszeichen aus dem fernen Palapatti!

Kaum vorstellbar, dass unser letzter Blogbericht schon 5 Wochen her ist – die Zeit vergeht hier wirklich wie im Flug! Nachdem wir im letzten Eintrag nur andeutungsweise von unserem Tagesablauf berichtet haben, wollen wir euch nun einen tieferen Einblick geben:

Wenn in Palapatti, dem nahgelegenen Dorf, morgens um 5Uhr die indischen Charts aus gefuehlten zehn Lautsprechern ertoenen, ist an Schlafen nicht mehr zu denken. Wir konnten bis jetzt noch nicht herausfinden, was es mit der Musik auf sich hat, aber wir vermuten, dass es sich um eine Art Radioersatz fuer die Dorfbewohner handelt, da sich kaum jemand ein eigenes Radio leisten kann und 5Uhr die normale Aufsteh-Zeit der Inder ist.

Auch unsere gewohnte Aufsteh-Zeit hat sich drastisch nach vorne verlegt. Um 5.45Uhr klingelt unser Wecker und gegen 6Uhr gehen wir von Pudu Vasantham, der Siedlung der Maedchen, zu Pudu Uthayam, der Siedlung der behinderten Kinder. Dort werden wir schon freudig von den Kindern erwartet, die um 6Uhr aufstehen um den Hof zu kehren. Kaum sind wir in Sichtweite stuerzt sich Brienga (ihr koennt im letzten Album ein Foto von ihr sehen) mit einem lauten Schrei “Aunti, Aunti!!” auf uns. Waehrend wir gemuetlich unseren Kaffee trinken und die Kinder beim Kehren beaufsichtigen, gesellen sich nach und nach ein paar Kinder zu uns. Besonders Malliga (s.letztes Album) hebt mit ihrer unbeschreiblich guten Laune, die sie des Oefteren zu einem kleinen Taenzchen verleitet, morgens auch unsere Stimmung.
Als naechstes helfen wir den Kindern beim Waschen und Anziehen – schon alleine ueber den Spass den die Kinder morgens beim Waschen haben, koennten wir einen ganzen Bericht schreiben! Danach haben wir Zeit fuer ein ausgiebiges Fruehstueck bei Lakshmi, unserer Koechin, die uns mit allerlei indischer Leckereien verkoestigt.

Um 9.30Uhr beginnt die Schule nach einem morgendlichen Gebet. Unsere 8 Schueler sitzen dann meist schon erwartungsvoll vor unserem Klassenzimmer. Von dieser Motivation sind wir immer wieder beeindruckt! Bis 16Uhr dauert der offizielle Schultag. Jeweils eine Stunde am Vor- bzw. Nachmittag sind fuer die individuelle Foerderung der Kinder vorgesehen. Jedes Kind hat vier Ziele (z.B. Groessen unterscheiden oder Hemd anziehen), die wir in dieser Zeit mit ihnen trainieren. Auch Spiel, Spass und Yoga ist in den restlichen Schulalltag miteingebunden, um die sozialen Kompetenzen der Kinder zu foerdern. Ausserdem ist eine Stunde am Tag fuer das “Vocational Training”vorgesehen. Das Training ist dazu da, um den aelteren Schuelern Faehigkeiten zu vermitteln, die es ihnen ermoeglichen einen Beruf auszueben.

Obwohl die Kinder nur Tamil verstehen und wir nur einzelne Woerter auf Tamil koennen, klappt die Verstaendigung und der Unterricht erstaunlich gut. Trotzdem fuehlen wir uns manchmal wie im Affenhaus und um 16Uhr sind wir totmuede!
Wir koennen nicht verleugnen, dass wir total von den Kindern begeistert sind und die Arbeit mit ihnen sehr interessant ist und super viel Spass macht!
Demnaechst werden wir euch noch detaillierter von unseren Schuelern und den anderen Kindern von Pudu Uthayam berichten.

Trotz der Tatsache, dass wir fest in den Alltag der Kinder eingebunden sind, hatten wir im letzten Monat die Moeglichkeit waehrend des Diwali-Fests die indische Kultur etwas naeher kennenzulernen und bei einem Ausflug nach Tranquebar zur Eroeffnung eines neuen Projekts des SJDTs ein wenig von Indien zu sehen.

Diwali, einer der wichtigsten Feiertage Indiens, haben wir in einer Gastfamilie verbracht. Es war eine spannende Erfahrung fuer uns, weil unsere Gastfamilie in sehr einfachen Verhaeltnissen gelebt hat und z.B. nicht einmal eine Toilette hatte! Die Gastfreundschaft und die Bereitschaft mit uns zu teilen, hat uns besonders beeindruckt, vorallem da der Familie selbst wenig Mittel zur Verfuegung stehen. Nach zwei Tagen verliessen wir die Familie gluecklich mit einem Bauch voller Suessigkeiten, mit Henna bemalten Haenden (s.Album), neuen Eindruecken ueber das Leben in einem indischen Dorf und vielen neuen Freunden.

Das wars von uns, wir melden uns bald wieder!

Laura und Laura

Donnerstag, 30. Oktober 2008

Hallo!

In diesem Album findet ihr ein paar Bilder der Kinder des St.Joseph's Development Trusts.

Kinder des St.Joseph's Development Trust



Liebe Gruesse
Laura und Laura

Donnerstag, 9. Oktober 2008

Vannakam!
...das heisst auf Tamil "Hallo". Wir sind jetzt naemlich in dem Staat Tamil Nadu und nicht mehr in der Brueckenschule in Karnataka. Unser Visum wurde in Karnataka leider nicht anerkannt und somit durften wir dort nicht laenger bleiben. Dies bedeutete auch, dass wir VIKASANA verlassen und uns von den Mitarbeitern und den Kindern verabschieden mussten, die uns in der kurzen Zeit sehr ans Herz gewachsen sind.

Jetzt sind wir in einem Projekt in Tamil Nadu, dass zum St. Joseph's Development Trust (www.sjdt.in) gehoert. Diese NGO wurde von Bruder Sebastian ins Leben gerufen und wird heute noch von ihm geleitet. Mittlerweile ist die NGO sehr gross und in vielen Bereichen, wie z.B. der Hilfe von Tsunami-Opfern, Unterstuetzung von Frauen durch Self-Help-Groups und der Aufnahme von Waisenkindern taetig.

In unserem Projekt leben 100 Maedchen, davon viele Waisen, und 45 behinderte Kinder, wodurch eigentlich zwei Projekte auf einem Gelaende sind. Wir leben in der Siedluung der Maedchen, jedoch sind diese von morgens 8Uhr bis abends 17Uhr in der Schule. Fuer die behidnerten Kinder wurde auf dem Campus eine Art Sonderschule errichtet, in der sie individuell gefoerdert werden koennen. Von 10-16 Uhr lernen sie in kleinen Gruppen von sieben Schuelern unter Anderem zaehlen, Farben und Formen zu unterscheiden und alltaegliche Dinge, wie das Oeffnen von Tueren. Unsere Aufgabe wird es sein, solch eine Kleingruppe zu uebernhemen und ihnen diese Dinge beizubringen.

Obwohl wir es sehr bedauern, nicht mehr bei VIKASANA sein zu koennen, sind wir froh, endlich Gewissheit darueber zu haben, was wir in den naechsten 5 Monaten machen werden. In unserem neuen Projekt fuehlen wir uns shcon jetzt sehr wohl und sind uns sicher, hier eine interessante und schoene Zeit verbringen zu werden.

Liebe Gruesse aus Batlagundu

Laura+Laura

Mittwoch, 1. Oktober 2008

Hallo

Hier ein paar neue Fotos, die wir in den naechsten Tagen noch beschriften werden

Neue Bilder von den letzten drei Wochen


Gruesse

Laura und Laura

Dienstag, 30. September 2008

Hallo aus dem fernen Tarikere!!

In den letzten zwei Wochen ist hier bei uns in Indien viel passiert, ein paar Bilder habt ihr ja schon anschauen koennen.

Nachdem wir 14 Stunden mit dem Bus, scheinbar quer durch Suedindien gefahren sind, sind wir wohlbehalten mitten in der Nacht in der Brueckenschule in Chatnalli angekommen. Die Fahrt war aufgrund einiger Unebenheiten der Strasse recht anstrengend, aber die wunderschoene Landschaft und die Affen, die wir auf dem Weg beobachten konnten, haben dies wieder ausgeglichen.

In der Brueckenschule wurden wir von fuenf suessen Welpen und ein paar der Kinder und Lehrerinnen empfangen. Am naechsten Morgen konnten wir uns die Schule bei Tageslicht anschauen und stellten fest, dass wir im absoluten Nirgendwo gelandet waren. Obwohl man weit und breit kein anderes Haus entdecken kann, ist die Landschaft um die Brueckschule herum sehr schoen. Es gibt viele Reisfelder, Kokussnusspalmen und Bananenplantagen, wir haben sogar Mangobaeume im Garten! Nachts kann man von der Dachterasse aus Sterne entdecken, die wir in Deutschland nie zu Gesicht bekommen wuerden.

Die 60 Kinder, die zwei Koechinnen und die Lehrerinnen haben uns sehr herzlich empfangen und kuemmern sich liebevoll um uns. Wir sind erstaunt, wie gut man die sprachliche Barriere mittels Gestik ueberbruecken kann, da leider kaum jemand Englisch spricht. Als uns die Kinder das erste Mal gesehen haben, standen sie mit offenen Muendern und grossen Augen da – sie haben wahrscheinlich noch nicht viele Weisse in ihrem Leben gesehen. Selbst die Lehrerinnen fragten uns, warum unsere Haut so weiss sei. Das Staunen ist schnell einer starken Neugier und Interesse gewichen, nachdem sie gemerkt haben, dass wir auch nur normale Menschen sind. Jetzt konnten wir uns vor Aufmerksamkeit kaum noch retten: Die Kinder standen in Trauben um uns herum und wir mussten immer wieder die Fragen beantworten „What is your name, What is your fathers name, What is your favourite animal...?“ Merkwuerdig war auch, von den Kindern als „auntie“ – Tantchen – angesprochen zu werden! Allerdings ist das in Indien wohl Gang und Gebe. Da die Kinder und die Mitarbeiter uns gegenueber so offen waren, viel es uns leicht sie sofort in unser Herz zu schliessen.

Nach einigen Tagen konnten wir auch den angeblich durchgeplanten Alltag der Schueler verstehen:
Morgens um 5Uhr wachen die Schueler auf ihren Strohmatten auf, waschen und ziehen sich an. Um 6Uhr wird zum morgendlichen Gebet und zur Meditationen gerufen, davon gibt es auch ein Foto auf unserem Blog. Danach wird die Schule von den Schuelern geputzt und danach mit dem Lernen angefangen. Fruehstueck gibt es um 8.30Uhr, das besteht meistens einfach aus einem riessigen Berg Reis – wir sind immer wieder erstaunt wie viel die Kinder essen koennen! Nach dem Fruehstueck gehen die Schueler in die verschiedenen Schulen und kommen erst zwischen 4 und 5Uhr zurueck. Bevor die Kinder wieder einen halbe Stunde lang beten und meditieren, haben sie etwas Zeit zum Spielen. Vor dem Abendessen muessen die Kinder die Hausaufgaben fuer den naechsten Tag erledigen.

Leider konnten wir uns noch nicht in den Alltag der Kinder integrieren, da es Probleme mit unserem Visum gibt und wir noch nicht polizeilich registriert werden konnten. Seit einer Woche befinden wir uns deswegen im Buero von VIKASANA und hoffen, dass sich die Probleme loesen und wir bald mit unserer Arbeit beginnen koennen.

Liebe Gruesse

Laura & Laura

Mittwoch, 24. September 2008

Hier die ersten Bilder aus der Bridge School


Bridge School

Dienstag, 16. September 2008

Hallo!

Wir sind jetzt seit fuenf Tagen im KKID, im Zentrum der Karl-Kuebel-Stiftung in Suedindien. Die Menschen hier haben uns mit viel Waerme und Herzlichkeit empfangen. Vor allem unsere Ansprechpartnerin vom KKID, Mrs. Malathi, hat sich liebevoll um uns gekuemmert und uns den Einstieg hier sehr erleichtert.

In den letzten Tagen hat sie uns die indische Kultur gezeigt und verstaendlich gemacht. Nachdem wir uns am ersten Tag zunaechst ausgeruht haben, hat uns Mrs. Malathi das Gelaende des KKIDs gezeigt. Das KKID liegt in einem Tal in einer Art Nationalpark: Die Landschaft ist unheimlich beeindrucken, ueberall ist es gruen, die Berge sind wunderschoen und wir haben schon einige interessante Tiere gesehen. Wir sind ueberrascht, dass es hier so windig ist, jedoch macht der Wind die Hitze ertraeglicher (fuer die Inder ist es hier “chilly”).

Am zweiten Tag sind wir mit Mrs. Malathi nach Coimbatore aufgebrochen, um uns mit indischer Kleidung auszustatten. Dies stellte sich als schwieriger heraus als vermutet. Zwar hat es sehr lange gedauert, aber nach vier Stunden war jeder Freiwillige gluecklich und zufrieden. Fotos von uns in unseren neuen Salwar Kameez folgen!

Der Tag war sehr ueberwaeltigend, da wir zum ersten Mal die Hektik der indischen Grossstadt kennenlernten. Hier scheint es keine Verkehrsregeln zu geben, es gilt: Wer am lautesten hupt, faehrt zuerst. Auf den indischen Strassen findet sich jede Art von Verkehrsmitteln, ob maschinell oder tierisch: Motorraeder mit bis zu vier Personen, Ochsenkarren, uralte aber auch sehr moderne Autos, grosse Lastwagen und kleine Autorikshas. Da Massen von Menschen auf den Strassen sind, gewinnt man den Eindruck, dass sich das gesamte Leben auf der Strasse abspielen wuerde. Dieser Eindruck bestaetigt sich dadurch, dass am Strassenrand gekocht und gegessen wird, gewaschen und die Haare gemacht warden oder auch der taegliche Plausch mit den Nachbarn stattfindet.

A propos Haare kaemmen und waschen.
Back to the basics: Wir duschen mit eiskaltem Wasser und waschen unsere Waesche im Waschbecken. Es ist nicht so, dass e skein warmes Wasser gaebe, jedoch gibt es heisses Wasser nur fuer Fruehsteher (6.00-6.30).

Auch das Essen unterscheidet sich sehr von unseren bisherigen Gewohnheiten: Es gibt dreimal am Tag warmes Essen. Morgens, mittags und abends gibt es Reis mit diversen scharfen oder sehr scharfen Sossen.

Am dritten Tag hat uns Mrs.Malathi auf eine spirituelle Tour in der Umgebung von Coimbatore gefuehrt. Passend zu unseren morgendlichen Yogastunden um 6.30 mit einem sehr netten, Hip-Hop begeisterten Yoga-Meister, gingen wir zuerst zu einem spirituellen Ort, an dem Menschen jeder Religion zur Ruhe kommen koennen.
Danach fuhren wir weiter zu einem Tempel, in dem die Menschen neben der Anbetung eines Gurus auch soziale Projekte unterstuetzen. Dort hatten wir die Moeglichkeit verschiedene tradtionelle Gerichte zu probieren. Gesaettigt, aber auch schon ein bisschen muede, ging es in einen Hindutempel und danach in eine katholische Kirche. Die Kirche war dem Hindutempel durch viel Kitsch und bunte Lampen nicht unaehnlich. Es war ein anstengender aber auch sehr interessanter Tag!

Am naechsten Tag reisten unsere Mentoren aus den Projekten an, um mit uns zwei weitere Tag im KKID zu verbringen und danach ins Projekt zu reisen. Abends hatten wir die Moeglichkeit die Kinder und das Personal des KKIDs durch unseren ATTP-Song und die Galoppade fuer uns zu gewinnen. Danach beeindruckten uns die Kinder mit spontanen Gesangs und Tanzdarbietungen.

Momentan bereiten wir uns auf die Abreise in unsere Projekte vor. Wir freuen uns auf die Kinder, die Mitarbeiter und darauf, dass wir endlich in unserem Projekt ankommen warden. Jedoch sind wir auch ein wenig aengstlich, was die naechste Zeit so mit sich bringt und traurig darueber, dass wir unsere neu gewonnenen Freunde schon wieder verabschieden muessen.

Wir melden uns wieder aus VIKASANA, sobald wir uns ein wenig im Projekt eingefunden haben.

Liebe Gruesse und bis bald
Laura & Laura

Freitag, 12. September 2008

Namaste!
Nach einem anstrengenden Flug und einem laengeren Aufenthalt in Bengalore sind wir muede aber zufrieden in Coimbatore angekommen. Unsere Anreise war mit einer Propellermaschine und einer aufregenden Busfahrt sehr abenteuerlich. Die Stadt hat trotz extremer Armut und hektischem Strassenverkehr seinen ganz eigenen Charme, der uns auf eine positive Art beeindruckt hat.

Jetzt sind wir im Zentrum der Karl-Kuebel-Stiftung angekommen und haben uns erstmal ausgeruht. Gleich treffen wir uns fuer einen Campus Rundgang mit Mrs. Malathi!

Bis bald und liebe Gruesse aus dem windigen Indien
Laura & Laura

Mittwoch, 10. September 2008

Herzlich Willkommen auf unserm Blog!
Hier werden wir euch durch Fotos und Berichte an unserm Freiwilligeneinsatz in Indien teilhaben lassen. Wir freuen uns auf Nachrichten und Kommentare von Euch!

Für alle die es noch nicht wissen: Morgen früh, also am 11.September, werden wir von Frankfurt nach Bangalore fliegen und von dort aus weiter nach Coimbatore. Dort werden wir ca. eine Woche ein Vorbereitunsseminar haben um danach weiter in unsere Projekte zu fahren.

Liebe Grüße
Laura & Laura